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Fliesenlegermeister Harald Kohl

Fliesenherstellung

Tonaufbereitung

Die Rohstoffe, Tone, Talkum, Kaolin, Kreide, Quarze und Feldspate werden in Trommelmühlen gemahlen. Durch Beigabe von Wasser wird das Tongemisch zu
dünnflüssigem Schlicker, der dann durch Siebe und Magnete von Fremdstoffen gereinigt wird. Steingut-, Maiolica- und Monoporosa-Fliesen nach EN 159 bestehen
zum überwiegenden Teil aus Ton , Kaolin, Kreide, Talkum und Quarzsand mit einem geringen Anteil von Feldspat.
Sie zeichnen sich durch einen feinkörnigen, porösen Scherben mit einer Wasseraufnahme bis über 10% aus. Steinzeugfliesen nach EN 176 werden aus Ton,
Kaolin, Quarzsand und einem größeren Anteil Feldspat hergestellt. Der Steinzeugscherben ist wesentlich widerstandsfähiger, hat einen oft glasartigen, dichten
Scherben mit einer Wasseraufnahme meist unter 3%. Die aufbereitete Masse wird anschließend in Sprühtrocknern luftgetrocknet und gelangt als Pulver in die
Massesilos.

Press- und Formtechnik

Von hier aus werden die Massen zu den hydraulischen Pressen transportiert und mit einer Kraft bis zu 1.500 Tonnen je Pressvorgang gepresst.Man unterscheidet
einmal das Pressen im üblichen Sinn. Der pulverisierte Ton wird hierbei trocken und einzeln in Pressformen zu Fliesen gepresst.
Bei der Strang - Presstechnik werden die Platten in feuchter Tonkonsistenz als ein Strang durch ein Mundstück gepresst und in der Länge zugeschnitten bzw. auf Format gestanzt.
Produkte: Cotto, Grobkeramik, Klinker und Spaltplatten.

Vortrocknung

Nach dem Pressen wird den Fliesen in Trocknern der größte Teil der Pressfeuchtigkeit entzogen. Erst dann können sie glasiert bzw. sofort gebrannt werden.

Brennverfahren

Monocottura - Einmal-Brand.

Bei unglasierter Ware erfolgt nach der Trocknung sofort der Brand.
Produkte: Cotto, Gres Rosso, Feinsteinzeug, Steinzeug, Klinker und
Spaltplatten. Bei glasierten Materialien erfolgt nach der Trocknung zuerst das Glasieren, danach der Brand.
Produkte: Alle Fliesentypen möglich.

Bicottura - Zweimal-Brand.
Zuerst wird der Scherben gebrannt (Bisquitbrand), dann glasiert und danach erfolgt der 2. Brand (Glasurbrand).
Produkte: Alle glasierten Fliesentypen möglich.
Dekorbrand.

Die Dekore werden aufgebracht, nachdem die Unifliese fertig ist.
1. per Hand
2. im Siebdruckverfahren
3. als Abziehbilder
und noch einmal oder, falls technisch notwendig, mehrere Male gebrannt. Die Bicottura-Brenntechnik wird bei technisch und stilistisch aufwendigen und eleganten Glasuren eingesetzt, da nur in Bicottura (Zweibrand) bestimmte Glasureffekte zu erzielen sind. Von einigen Werken werden die Rohscherben (Bisquitbrand) bei spezialisierten Scherbenherstellern gekauft und in den Werken glasiert. Diese Produktionsteilung hat den Vorteil, dass nicht jedes Werk die kostenintensiven Tonaufbereitungsanlagen selbst betreiben muss. Dadurch kann sich der Scherbenhersteller auf die optimale Produktion von Rohscherben und der Fliesenhersteller auf die Entwicklung und Verarbeitung von Glasuren und Designvarianten konzentrieren. Diese Arbeitsteilung bringt für beide Seiten Qualitäts- und Kostenvorteile.
Die großen Fliesenhersteller haben selbstverständlich den kompletten Produktionsablauf im eigenen Betrieb. Bei ihnen ermöglicht der Mengenausstoß, diese Maschinentechnologie optimal und wirtschaftlich zu nutzen.

Brenntechnik

Das Material wird meist in modernsten computergesteuerten Rollenöfen bei Temperaturen bis 1.250°C je nach Fliesenart gebrannt.Der Brennzyklus dauert bei der Schnellbrandtechnik ca. 60 Minuten. In alten Tunnelöfen, die noch für die Produktion von Spaltplatten eingesetzt werden, dauerte sie bis zu 72 Std.

Sortierung

Nach dem Brand werden die Fliesen teils manuell, teils elektronisch auf Größe (Caliber), Ebenflächigkeit und Maßgenauigkeit überprüft. Die Fliesen werden anschließend nach Qualität, Größe und Farbe sortiert, maschinell verpackt und von computergesteuerten Robotern auf Paletten gesetzt.
Polierte Fliesen (levigato). Unglasierte Fliesen, insbesondere Feinsteinzeug und Cottofliesen können nach dem Brand maschinell poliert werden, richtiger sollte man feingeschliffen sagen. Die polierten Fliesen werden nach der Politur nochmals von Hand sortiert und von Hand verpackt.

Lagerung und Versand

In den Lagerhallen werden die Fliesen für den weltweiten Versand gelagert, verladebereit kommissioniert und auf LKW`s oder in Containern verladen.

Normen

Um weltweit verkaufen zu können, sind die Herstellerwerke gezwungen, ihre Produkte so zu fertigen, dass die in den jeweiligen Ländern gültige Normen und Vorschriften erfüllt werden. Die höchsten Anforderungen werden in den EN-Normen gestellt. Die Erfüllung dieser Normen gilt überall als Qualitäts-Standard, der erfreulicherweise von vielen italienischen Herstellern, auf Grund der stetigen Weiterentwicklung der Produkte, weit übertroffen wird. In den Normen ist geregelt, in welche Produktgruppe eine Fliese einzuordnen ist und welche Produktanforderungen erfüllt sein müssen. Die Einteilung nach Produktgruppen erleichtern die Auswahl von Fliesen nach objektbezogenen Qualitätsanforderungen.

EN-Normen

Die Europäische Norm "Keramische Fliesen und Platten" ersetzt seit 1985 die entsprechenden DIN-Normen. Sie wurde vom Europäischen Komitee für Normung CEN, dem technischen Komitee CEN/TC 67 ausgearbeitet und von den Normenorganisationen der Mitgliedsstaaten genehmigt und als Standard übernommen.
Mitgliedsländer der CEN sind Belgien, Dänemark, Deutschland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Irland, Italien, Niederlande, Norwegen, Österreich, Portugal, Schweden, Schweiz, Spanien und England.
Die Europanorm wird derzeit überarbeitet, um einen weltweit gültigen Standard für keramische Fliesen zu etablieren. Die EN-Norm unterscheidet nach der Formgebung zwei Verfahren:
Gruppe A: Stranggezogene (gepresste) Fliesen und
Gruppe B: Trockengepresste Fliesen.

Grundnormen

EN 87 Begriffe, Klassifizierung, Anforderung und KennzeichnungEN 163 Probenahme und Grundlage für die Annahme

Produktanforderungen

EN 121 Stranggepreßte keramische Fliesen u. Platten mit niedriger Wasseraufnahme
E = 3% Gruppe AI

EN 176 Trockengepreßte keramische Fliesen u. Platten mit niedriger Wasseraufnahme
E = 3% Gruppe BI

EN 186 Stranggepreßte keramische Fliesen u. Platten mit einer Wasseraufnahme
von 3% < E = 6% Gruppe AIIa Teil 1 und 2

EN 177 Trockengepreßte keramische Fliesen u. Platten mit einer Wasseraufnahme
von 3% < E = 6% Gruppe BIIa

EN 187 Stranggepreßte keramische Fliesen u. Platten mit einer Wasseraufnahme
von 6% < E = 10% Gruppe AIIb Teil 1 und 2

EN 178 Trockengepreßte keramische Fliesen u. Platten mit einer Wasseraufnahme
von 6% < E = 10% Gruppe BIIb

EN 188 Stranggepreßte keramische Fliesen u. Platten mit einer Wasseraufnahme
von E > 10% Gruppe AIII

EN 159 Trockengepreßte keramische Fliesen u. Platten mit einer Wasseraufnahme
von E > 10% Gruppe BIII

Die Produktanforderungen werden ergänzt durch die Festlegung der Prüfmethoden, nach denen die Fliesen geprüft werden. Die Prüfmethoden sind genormt und für
alle Hersteller gleich. Dadurch sind die ausgewiesenen Prüfergebnisse jederzeit vergleichbar. Die Herstellerwerke unterstreichen die individuellen Produktmerkmale
ihrer Sortimente durch die Vorlage von Prüfzeugnissen und erleichtern dadurch den Vergleich zwischen optisch ähnlichen Produkten.

Verarbeitungsnormen

Herausgegeben vom Normenausschuß Bauwesen (NABau) im DIN Deutsches Institut für Normung e. V.

• DIN 18157 Ausführung keramischer Bekleidungen im Dünnbettverfahren
• DIN 18352 Fliesen und Plattenarbeiten
• DIN 18515 Außenwandbekleidungen, angemörtelte Fliesen und Platten
• DIN 18516 Außenwandbekleidungen, hinterlüftet, mit Fliesen und Platten.

Verarbeitungsrichtlinien/Merkblätter

Herausgegeben vom Fachverband des Deutschen Fliesengewerbes im Zentralverband des Deutschen Baugewerbes (ZDB), Bonn

• Bodenbeläge aus Fliesen und Platten außerhalb von Gebäuden - Richtlinien für die Planung und Ausführung

• Keramische Fliesen und Platten, Naturwerkstein und Betonwerkstein auf beheizten Fußbodenkonstruktionen

• Zementgebundene Heizestriche, ergänzende Hinweise zu den Merkblättern

• Keramische Fliesen und Platten, Naturwerkstein und Betonwerkstein auf Fußbodenkonstruktionen mit Dämmschichten

• Bewegungsfugen in Bekleidungen und Belägen aus Fliesen und Platten

• Hinweise für die Ausführung von Abdichtungen im Verbund mit Bekleidungen und Belägen aus Fliesen und Platten für Innenbereiche

• Mechanisch hochbelastbare Bodenbeläge aus keramische Fliesen und Platten

Herausgegeben vom Hauptverband der gewerblichen Berufsgenossenschaften, Zentralstelle für Unfallverhütung und Arbeitsmedizin (ZefU)

• ZH 1/200 Richtlinien für die Vermeidung von Zündgefahren infolge elektrostatischer Aufladungen
• ZH 1/571 Merkblatt für Fußböden in Arbeitsräumen und Arbeitsbereichen mit erhöhter Rutschgefahr

Herausgegeben vom Bundesverband der Unfallversicherungsträger der öffentlichen Hand e.V. München (BAGUV)

• Bodenbeläge für naßbelastete Barfußbereiche GUV 26.17

Herausgegeben von der Arbeitsgemeinschaft Industriebau e.V.

• Schutz vor Baukonstruktionen mit Plattenbelägen gegen chemische Angriffe, Säureschutzbau